Darum gehts!

Ob Ost, ob West, nieder mit der Nazipest!“ Eine bekannte Parole von Anti-Nazi-Demonstrationen, welche dir vielleicht nicht fremd ist. Die allgemeine deutsche Realität sieht allerdings anders aus: Nazis, Faschos und rechtsoffene Spinner gibt es nach wie vor. In jeder Stadt und jedem Dorf.

Egal ob Ost, West, Nord oder Süd. Egal ob Angriffe auf Büros von Politikern, Überfälle auf Nazi-Gegner, Hausprojekte und sogenannte „Ausländer.“ Alltagsrassismus, Hakenkreuze an Wänden, kleine und größere Aufmärsche, Extremismustheorie, Thor Steinar Klamotten im Einkaufzentrum. Egal mit welchen Themen du selbst schon direkt in Berührung gekommen bist. EGAL???

Nicht vorstellbar, dass du keines der aufgezählten Probleme kennst. Hast du dich da nicht auch schon einmal gefragt, warum so eine passive „Scheißegal-Haltung“ dennoch so weit verbreitet ist, vor allem unter jungen Menschen? Vielleicht fehlt ja vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen schlichtweg eine ansprechende, spannende Protestform, die zu politischem Handeln anregt. „Auf Nazis scheissen“ setzt genau da an und ruft auf alltägliche Menschenfeindlichkeit nicht länger hinzunehmen. Genau jetzt hast du die Gelegenheit aktiv zu zeigen, was du von Nazis hältst.

Vor allem regionale Politik versucht sich immer wieder im Wegschauen und Ignorieren von Neonazi-Problemen, in Angst um das Ansehen der eigenen (Klein-)Stadt. Dabei sprechen gerade konservative Politiker gern von „Weltoffenheit“ und Toleranz. Meinen damit aber eher Internationalität und Vielfalt als wirtschaftlichen Standortfaktor. Menschen anderer Herkunft sind nur dann gern gesehen sind, wenn sie im Arbeitssystem mindestens genauso gut funktionieren, wie die hier Geborenen. In diesem angespannten Klima fällt es rechter Politik, sei es durch die gern bürgerlich auftretende NPD oder SPD-Mitglied Thilo Sarazzin, sehr leicht, die Stimmung aufzuheizen. Antifaschistisches Engagement wird durch Medien & Politik zunehmend als „Linksextremismus“ pauschalisiert und mit gewalttätigen Nazis gleichgestellt.

Sich mit der Problematik von rechtsgerichteten Tendenzen zu beschäftigen ist sicher nicht einfach. Viele verharren jedoch in der Hoffnung, nicht selbst zum nächsten Opfer zu werden. Mensch gibt sich gern neutral, verkauft das anschließend als „Toleranz“ und verklärt die eigene Passiv-Haltung als „unpolitische“ Haltung. Genau das macht es rechter Politik allerdings so einfach!

„Auf Nazis scheissen“ setzt da an, wo viele Jugendliche aufhören zu handeln. Dabei geht es darum, einen Einstiegspunkt anzubieten, zum Denken anzuregen und neue Aktionsformen zu entwickeln. Ausgehend vom alltäglichen Gang zum Klo, stellen wir dir eine symbolische Möglichkeit von politischem Handeln zur Verfügung. Somit wird das stille, intime Örtchen zum politischen Raum und zeigt symbolisch, dass Politik im Kleinsten anfängt. Verrichte sinnbildlich deine Notdurft und lass dich dabei von uns fotografieren. Als aktives Statement gegen braune Nazischeiße!

Denn „scheiß egal“ sagen viele, gehen ihrem Arbeitsalltag nach und hängen sich vor die Glotze. Genau da kann dein Widerstand beginnen: Mit dem Gang zum Klo; auch wenn er da nicht enden sollte. Deine Unterstützung der Kampagne „Auf Nazis scheissen“ kann neben deinem eigenen Foto auch durch eine Verlinkung deines Vereins, deiner Kampagne, Band, etc. auf der Website sichtbar werden. Also sei solidarisch und drück aus: „Es ist mir nicht scheissegal was ihr propagiert und macht!“

Das Ziel ist kreativer Protest gegen Neonazis, rechte Spinner aller Art und rechte Alltagszustände. Du kannst dazu beitragen, eine Umdeutung der „Scheissegal-Mentalität“ und aktives Handeln gegen Rechts zu erreichen.

Werde aktiv gegen Menschenfeindlichkeit und jede Art von rechten gesellschaftlichen Tendenzen. Setze ein Zeichen: Scheiss auf Nazis!

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Ein Gedanke zu „Darum gehts!

  1. Pingback: „Auf Nazis scheissen“ startet auf dem Resist to Exist Festival | Auf Nazis scheissen

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